9. März 2017 -

Der Unified-Medien Schneeschuhlauf

Mein Team: Nicole Behn, Alexander Kunze, Lukas Böse und ich.

Mein Team: Nicole Behn, Alexander Kunze, Lukas Böse und ich.

Bei den Special Olympics in Willingen erlebt man was. Ich stand noch nie auf Schneeschuhen und jetzt hatte ich direkt die Gelegenheit beim Unified Staffellauf teilzunehmen.

Nachdem ich am Anfang der Woche schon die Gelegenheit hatte Floorball zu probieren, konnte ich jetzt auch Schneeschuhlaufen. Im Rahmen der Special Olympics gibt es die „Medien Unified Aktion“. Dabei können sich Medienvertreter anmelden, um gemeinsam mit Athletinnen und Athleten einen Schneeschuhstaffellauf zu machen. Special Olympics Unified Sports ® ist ein Programm zur Inklusion, bei dem Menschen mit und ohne geistiger Behinderung gemeinsam eine Sportliche Leistung erreichen können. Eine schöne Sache, bei der ich mich also gerne angemeldet habe.

Am Morgen habe ich mich vorbereitet – erst mal ein paar Videos auf Youtube angesehen, wie man eigentlich Schneeschuh läuft. Das sieht so weit gut machbar aus. Man soll ganz normal laufen und sich nicht nach hinten lehnen. Als es so weit ist fahre ich zusammen mit ein paar anderen Medienvertretern zur Mühlenkopfschanze, wo ein kleines Fleckchen Schnee für die letzten Wettbewerbe im Schneeschuhlaufen gerettet worden ist. Nach ein bisschen Organisation und hin und her befinden wir uns alle auf der Schneefläche. Ich werde zuerst aufgerufen: „Der Blogger Tobias Wust – der kennt sich richtig gut mit dem Internet aus“ sagt die Moderatorin über mich. Ich soll drei Namen ziehen. Der Reihe nach ziehe und verlese ich meine Teamkollegen. Alexander Kunze, Nicole Behn und Lukas Bösel werden meine Mitstreiter. Wir machen uns kurz bekannt, dann kommt ein netter junger Mann, dessen Namen ich leider nicht richtig verstanden habe. Er sei selbst Willinger und im Winter sei es richtig schön mit Schneeschuhen über den Ettelsberg zu wandern. Mir wird von ihm gezeigt, wie ich die Schneeschuhe richtig anziehe, ich gehe ein paar Probemeter und das war es an Vorbereitung. Ich bekomme noch ein Leibchen. Unser Team hat die Nummer 11, ich bin Startposition 3.

Wir werden an den Startpunkt gebracht. Die Strecke ist relativ kurz, etwa 20 Meter, Lukas soll zuerst laufen, dann Nicole, dann ich und zum Schluss Alexander. Mit einer Pistole wird das Startsignal gegeben. Wir alle laufen so schnell wir können. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die beste Technik anwende. Ich hebe die Beine relativ weit hoch, dafür habe ich nicht die schnellste Trittfrequenz. Für das erste Mal habe ich aber ein gutes Gefühl.

Die anderen Teams absolvieren auch ihre Läufe. Es schneit mittlerweile eine verrückte Mischung aus Regen und dicken Schneeflocken, darum flüchten wir ins warme Zelt. Zuerst soll die Siegerehrung draußen auf der Bühne stattfinden, dort ist aber offenbar der Strom ausgefallen. So schlecht ist es aber auch gar nicht, dass die Siegerehrung drinnen stattfindet. Während ich im Zelt auf die Ehrung warte, komme ich mit meinem Teampartner Alexander ins Gespräch. Er spielt gerne Videospiele zum Beispiel Bomberman 64 und Twilight Princess. Beides Spiele, die ich auch gerne spiele. Alexander hat außerdem eine tolle Fantasie. Er träumt von einem Kinofilm über Kim Possible, in dem sie die Fähigkeit hat, sich in diverses zu verwandeln – das könnte ein T-Rex sein oder auch ein Raumschiff.

Bei der Siegerehrung stellt sich heraus, dass unser Team den fünften Platz belegt hat. Wir bekommen Teilnehmerbändchen und lustige Plüschpinguine. Wir freuen uns, gratulieren uns gegenseitig und lassen uns brav fotografieren.

Es hat mir viel Spaß gemacht. Nicht nur, dass ich mal auf Schneeschuhen war, was ich sowieso schon lange mal ausprobieren wollte, ich bin auch in ein spannendes Gespräch mit meinem neuen Kumpel Alexander gekommen.

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